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Startseite - Raus aus Gewalt

Wer Gewalt in der Familie oder Partnerschaft erlebt, braucht Schutz und Unterstützung. Auf dieser Website finden Betroffene, Umfeld und Fachkräfte Informationen zu Hilfsangeboten, Beratungsstellen und allen Fragen rund um die Verfahren bei Polizei und Gericht.

Hinweis: Entsprechend der Sprache im Strafgesetzbuch sowie im Gewaltschutzgesetz wird auf dieser Website von „Tätern“ in der männlichen Form gesprochen. Es sind jedoch stets alle Geschlechter gemeint.

Hilfe und Beratung für Betroffene

Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ bietet kostenlose und anonyme Erstberatung für Frauen, die häusliche Gewalt erleben. Auch Personen, die vermuten, dass jemand in ihrem Umfeld von häuslicher Gewalt betroffen sein könnte, können sich an das Hilfetelefon wenden. Neben der telefonischen Beratung gibt es auch eine Online-Beratung.

Hilfe vor Ort

Du wünschst dir persönliche Beratung und Hilfe? Hilfsorganisationen, Beratungsstellen, Frauenhäuser und andere Organisationen überall in Deutschland unterstützen Frauen, die häusliche Gewalt erleben. Im Hilfekompass kannst du direkt und einfach nach Angeboten in deiner Nähe suchen.

Mutmachende Stimmen

  • Romy Stangl

    Überlebende emotionaler und körperlicher Gewalt in der Kindheit und in einer Partnerschaft; Vorständin von One Billion Rising München e. V.

    Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es sein kann, über erlebte Gewalt zu sprechen – aber auch, wie viel Kraft darin liegen kann, sich einem Menschen anzuvertrauen. Vielleicht hast du Angst, vielleicht fehlen dir die Worte. Doch du bist nicht allein, und nichts von dem, was dir passiert ist, ist deine Schuld. Du musst dich für nichts schämen. Die Scham muss die Seite wechseln. Die Verantwortung liegt allein bei dem Menschen, der dir Gewalt antut oder angetan hat. Niemand hat das Recht, dich zu verletzen – in keiner Form.

  • Silvia E.

    Ich weiß, wie viel Mut es kosten kann, den ersten Schritt aus der Gewalt zu gehen. Vielleicht hast du Angst, vielleicht weißt du gerade nicht, wie es weitergehen soll. Aber du bist nicht allein. Es gibt Frauen, die dir zuhören, dir glauben und an deiner Seite stehen. Du musst nicht alles auf einmal schaffen – jeder Schritt zählt und kann der Anfang eines neuen Weges sein: hin zu Sicherheit, Freiheit und einem Leben ohne Gewalt. Du verdienst ein Leben ohne Angst, in dem du respektiert und geschützt wirst.

  • Sarah Bühler-Albus

    Da ist dieser eine Mensch, der an dich glaubt, der dir glaubt und dich nicht infrage stellt. Und wenn nicht? Dann glaub DU an dich! Für dich! Deine Zukunft! Diesen Weg musst du aber nicht alleine gehen. Nimm Hilfe an – jetzt!

  • T. P.

    Keine (!) Frau ist dafür verantwortlich, wenn sie häusliche Gewalt erfährt. Jede (!) Frau hat ein Recht darauf, Hilfe zu erhalten. Ich unterstütze die Kampagne, weil sie Hilfe aus der Sicht von Betroffenen denkt und sich ohne Wenn und Aber solidarisch an die Seite von Betroffenen stellt!

  • Jessica

    Meine Freunde wollten mir damals dringend davon abraten, ins Frauenhaus zu gehen. „Da gehörst du nicht hin“, haben sie gesagt. Aber wer gehört denn dorthin? Im Frauenhaus sind keine Opfer, die ihr Leben nicht auf die Reihe bekommen. Im Frauenhaus sind Überlebende von Gewalt, die sich dazu entschlossen haben, sich und ihren Kindern ein gewaltfreies und besseres Leben zu ermöglichen. Ich kam mit Angst und Selbstzweifeln und ging – Schritt für Schritt auf meinem Heilungsweg – mit unendlicher Dankbarkeit.

  • Britta Höfte

    Psychosoziale Prozessbegleiterin

    Ich finde es total schön zu merken, wenn Klientinnen etwas erreicht haben, wenn ich merke, dass eine totale Last von ihnen abfällt. Weil das Strafverfahren für die Betroffenen auch immer eine Schwere hat.

  • Regina Röder

    Psychosoziale Prozessbegleiterin

    Meine Tätigkeit als psychosoziale Prozessbegleiterin besteht darin, Menschen, die Opfer einer Straftat geworden sind, während des gesamten Strafverfahrens zu begleiten, sie zu unterstützen, sie mit Informationen zu versorgen und sie auch zu den Terminen zu begleiten.

Die wichtigsten Fragen und Antworten für Betroffene

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Gewalt erlebe?

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ steht Frauen zur Seite, die Gewalt erlebt haben. Das bundesweite Angebot erreichst du kostenlos und anonym an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr unter der Nummer 116 016, per E-Mail sowie im Sofort- oder Termin-Chat auf www.hilfetelefon.de. Die Beraterinnen unterstützen in 18 Fremdsprachen sowie in Deutscher Gebärdensprache und in Leichter Sprache.

Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAfzA) betreut das Hilfetelefon.

Für Männer, die Gewalt erleben oder erlebt haben, gibt es das Hilfetelefon Gewalt an Männern unter der Nummer 0800 1239900 als spezialisierte Anlaufstelle. Die Nummer gegen Kummer (116 111) berät Kinder und Jugendliche.

Wo bekomme ich in meiner Nähe Hilfe bei häuslicher Gewalt?

Persönliche Beratung und Unterstützung findest du bei zahlreichen Hilfsorganisationen in ganz Deutschland. Im Hilfekompass sind Beratungs- und Interventionsstellen aufgelistet, die bei häuslicher Gewalt Hilfe anbieten.

An wen wende ich mich im Notfall?

Häusliche Gewalt ist keine Privatsache, sondern eine schwerwiegende Verletzung deiner Rechte. Bist du akut in Gefahr, wende dich an den Notruf der Polizei unter der Telefonnummer 110. Übrigens: Auch, wenn du selbst nicht von Gewalt betroffen bist, aber akute Anzeichen für eine gefährliche Situation mitbekommst – zum Beispiel Schreie aus der Wohnung nebenan – solltest du die Polizei rufen. Mehr Informationen dazu, wie du Menschen unterstützen kannst, die häusliche Gewalt erleben, findest du im Seitenbereich Umfeld.

Auf der Informationsseite für Betroffene sind weitere Fragen und Antworten zusammengestellt.

Informationen für das Umfeld

Warum Helfen wichtig ist

Häusliche Gewalt passiert meist hinter verschlossenen Türen – und ist für Betroffene mit viel Scham behaftet. Viele trauen sich nicht, über das zu sprechen, was sie erleben. Umso wichtiger ist es, dass Freundinnen und Freunde, Nachbarinnen und Nachbarn, Kolleginnen und Kollegen genau hinsehen. Du hast das Gefühl, eine Person in deinem Umfeld könnte von häuslicher Gewalt betroffen sein? Hier erfährst du mehr über mögliche Anzeichen für Gewalt. Außerdem findest du praktische Hinweise, wie du tatsächlich helfen kannst.

Informationen für Fachkräfte

Betroffene wirksam unterstützen

Fachkräfte in Beratungs- und Interventionsstellen, in ärztlichen Praxen und in anderen Einrichtungen begegnen jeden Tag Menschen in Ausnahmesituationen und sollen komplexe Fragen beantworten. Durch verschiedene Gesetzesänderungen, etwa die Reform des Gewaltschutzgesetzes und Änderungen im Familienrecht im Jahr 2026, kommen neue Themen hinzu. Auf der Unterseite für Fachkräfte sind Informationen zu diesen Themen gesammelt.

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